Alarmübung des 1. Zuges der Gemeindefeuerwehr Katlenburg-Lindau am 20.04.2016

Angenommen Lage:

Wegen eines technischen Defektes in einem Wohnhaus kommt es bei Arbeiten im 2. OG zu einer Verpuffung. Teile des Treppenhauses sind dabei eingestürzt und sind nicht begehbar. Drei Personen werden im 2.OG vermisst.

Am 20.04.2016 wurde um 18.07 Uhr die Ortsfeuerwehr Katlenburg über DME mit dem Stichwort „Brand 2 Wohnungsbrand“ in die Steinbreite 19 alarmiert. Ebenfalls wurde zu diesem Zeitpunkt auch die Drehleiter der FTZ in Northeim mit alarmiert. Wegen der starken Qualmentwicklung wurde bereits durch den auf Anfahrt befindlichen ELW Unterstützung über die ELSt angefordert. Diese alarmierte daraufhin um 18.10 Uhr den 1. Zug der Feuerwehr Katlenburg-Lindau. Zu diesem Zug gehören,  außer Katlenburg,  die Feuerwehren Berka, Suterode und Elvershausen.

Durch das TLF aus Katlenburg wurde nach Eintreffen umgehend mit der Menschenrettung begonnen. Da das Treppenhaus nicht begehbar war, wurde hierzu eine 4-teilige Steckleiter in Stellung gebracht. Das LF 16 / TS baute vom Unterflurhydranten  im Lakefeld (ca. 280 m) eine Wasserversorgung für die DLK auf. Das LF 8 hat zu diesem Zeitpunkt eine Wasserversorgung vom Unterflurhydranten Steinbreite / Ecke Kurze Gasse zum TLF aufgebaut. Nachdem die Drehleiter in Stellung gebracht war, konnte über diese mit Hilfe der Krankentrage die Menschenrettung durchgeführt werden. Hier konnte dann das beim Übungsdienst am 06.04.2016 Gelernte gleich nochmal unter Einsatzbedingungen umgesetzt werden. Die nachrückenden Kräfte mussten dann von der Zisterne in der Nähe der alten Hühnerfarm eine Wasserförderung (ca. 350 m) zur Einsatzstelle aufbauen. Alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger bekamen den Befehl, sich am Atemschutzsammelplatz einzufinden, der beim TLF eingerichtet wurde. Insgesamt waren sechs Atemschutztrupps im Einsatz. Am Atemschutzsammelplatz wurde ein Hygiene-Board und entsprechende Ablageplätze für die benutzten Geräte aufgebaut. Hier wurde auch anschließend mit den eingesetzten Geräteträgern intensiv über die entsprechende Vorgehensweise nach einem Atemschutzeinsatz gesprochen. Zur Abschirmung der Maschinenhalle wurde ein Hydroschild aufgebaut. Um 19.35 Uhr wurde der Befehl ‚zum Abmarsch fertig‘ gegeben.

Ein besonderer Dank geht an Raffael Stolz, der sein Wohnhaus als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat.

 

Text: J. Spoelstra / stellv. OrtsBM FW Katlenburg

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